Das dritte Gebot

„Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.” (5. Mose 5,11)


Im ungarischen Sprachraum gibt es leider sehr viele Varianten der Lästerung des Namens Gottes. Noch trauriger ist es, dass es viele Menschen gibt, für die das Fluchen mit dem Namen Gottes bereits Teil ihres alltäglichen Wortschatzes geworden ist. Dabei verbietet das dritte Gebot dies ganz eindeutig! Es gibt keine größere Sünde – oder eine, gegen die der Zorn Gottes schrecklicher wäre – als die Lästerung seines Namens. Deshalb hat Gott auch geboten, dass diese Sünde mit dem Tod bestraft werde. (Heidelberger Katechismus, 100)

Das dritte Gebot lehrt uns, dass wir den Namen Gottes nicht nur durch Fluchen oder falsches Schwören lästern sollen, sondern auch nicht durch unnötiges Schwören und ihn nicht respektlos erwähnen dürfen; ja, dass wir an diesen schrecklichen Sünden nicht einmal durch Schweigen oder Duldung teilhaben sollen, sondern den hochheiligen Namen Gottes mit Furcht und Ehrfurcht nennen, damit wir ihn durch unser rechtes Bekenntnis, durch unser Anrufen und durch all unser Reden und Handeln verherrlichen. (Heidelberger Katechismus, 99)

Auf den Namen Gottes darf ein Christ nur dann schwören, wenn die Obrigkeit dies von ihren Untertanen verlangt oder wenn eine Notwendigkeit es erfordert, damit unsere Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit zur Ehre Gottes und zum Wohl der Mitmenschen erhalten und gebraucht werden. Denn ein solcher Eid gründet sich auf das Wort Gottes, weshalb die Gläubigen ihn sowohl im Alten als auch im Neuen Testament rechtmäßig gebraucht haben. (Heidelberger Katechismus, 101)

Dürfen wir nach all dem den Namen Gottes überhaupt noch auf unsere Lippen nehmen? Ja, jeden Tag, so oft wir wollen, wenn es in Demut und mit betendem Herzen geschieht. Und niemals dürfen wir ihn aussprechen, wenn wir lästern, falsch schwören oder den Namen des Herrn profan oder spöttisch erwähnen wollen. Amen.
 

GEBET: Mein Vater, gib meinen Lippen anstelle von Fluchworten wohlklingende Worte! Lass jeden Tag Lobpreis aus meinem Herzen strömen, denn Du führst mein Leben und lehrst mich Deine Ordnungen! Amen.

Sebestyén Elek Előd